
Hospital First Hour Score
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Krankenhaus
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Der Hospital First Hour Score (HFHS) misst die Handlungsfähigkeit Ihres Krankenhauses in den ersten 60 Minuten einer Krise. Beantworten Sie jede Frage ehrlich mit Ja (1 Punkt) oder Nein (0 Punkte) — nicht nach Dokumentenlage, sondern nach operativer Realität.
0 – 6
Kritische Lücken
Nicht handlungsfähig in der ersten Stunde
Nicht handlungsfähig in der ersten Stunde
7 – 12
Grundstrukturen vorhanden
Unter Druck nicht belastbar
Unter Druck nicht belastbar
13 – 18
Strukturell handlungsfähig
Optimierungspotenzial in Einzelbereichen
Optimierungspotenzial in Einzelbereichen
1 · Alarmierung & Aktivierungmax. 3 Punkte
| 1 | Es gibt eine definierte Alarmierungsstruktur: wer alarmiert wen, in welcher Reihenfolge, mit welchem Mittel. Schriftlich dokumentiert, nicht nur mündlich bekannt. | Ja | Nein |
| 2 | Es gibt einen dokumentierten Ausfallweg wenn die primäre Alarmierung nicht funktioniert (DECT-Ausfall, IT-Ausfall, Stromausfall). Dieser Ausfallweg ist dem diensthabenden Personal bekannt. | Ja | Nein |
| 3 | Jeder Entscheidungsträger kennt seine Rolle bei der Aktivierung des Krisenstabes — auch außerhalb der Regeldienstzeiten. Inkl. Stellvertreterregelung und Erreichbarkeit nachts / am Wochenende. | Ja | Nein |
2 · Lagebildmax. 3 Punkte
| 4 | Es gibt einen definierten Prozess für das Erstlagebild: wer erstellt es, in welchem Format, bis wann liegt es vor. Zielzeit: spätestens 15–30 Minuten nach Ereignisbeginn. | Ja | Nein |
| 5 | Es ist klar, wohin das Erstlagebild kommuniziert wird, wer es empfängt und wer auf dieser Basis die ersten Entscheidungen trifft. | Ja | Nein |
| 6 | Das Erstlagebild-Format wurde in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal geübt — nicht nur besprochen. Üben = unter simuliertem Zeitdruck und mit realen Rollenträgern durchgeführt. | Ja | Nein |
3 · Priorisierung & Entscheidungenmax. 3 Punkte
| 7 | Für die häufigsten Krisenszenarien (MANV, Cyberangriff, Stromausfall) sind Sofortmaßnahmen schriftlich definiert und dem Personal zugänglich. Nicht als Anhang im Krisenhandbuch — sondern griffbereit, auch bei IT-Ausfall. | Ja | Nein |
| 8 | Es gibt klare Eskalationsstufen mit namentlich benannten Entscheidungsträgern auf jeder Ebene — inklusive Vertretungsregelungen. | Ja | Nein |
| 9 | Das klinische Personal weiß, welche Entscheidungen eigenständig getroffen werden dürfen und ab welchem Punkt eskaliert werden muss. Nicht als Grundsatz bekannt — sondern in konkreten Szenarien nachvollziehbar. | Ja | Nein |
4 · Ressourcenmax. 3 Punkte
| 10 | Es gibt eine aktuelle Übersicht über alle Backup-Systeme: Notstromversorgung (Geräte, Laufzeit), Papierdokumentation, alternative Kommunikationswege. | Ja | Nein |
| 11 | Es ist bekannt, welche kritischen Ressourcen bei welchem Szenario als erstes knapp werden — und ab welchem Zeitpunkt externe Unterstützung erforderlich wird. Z.B. Medikamente, Blutprodukte, Beatmungskapazität, Personal. | Ja | Nein |
| 12 | Es existieren vorbereitete Anforderungsverfahren für externe Unterstützung: Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Nachbarkliniken, Bundeswehr. Inklusive Ansprechpartner, Telefonnummern und Aktivierungsvoraussetzungen. | Ja | Nein |
5 · Kommunikationmax. 3 Punkte
| 13 | Es gibt vorbereitete Kommunikationsvorlagen für interne Informationen: Stationen, OP, Intensiv, Pflegepersonal, Patientenaufnahme. Auch als Papierversion verfügbar — nicht nur digital. | Ja | Nein |
| 14 | Die externe Kommunikation (Behörden, Medien, Angehörige) ist einer definierten Rolle mit Vertretung zugeordnet — nicht ad hoc geregelt. Inkl. Sprachregelung: was wird kommuniziert, was nicht, in welchem Format. | Ja | Nein |
| 15 | Kommunikationswege sind für den Ausfall digitaler Systeme definiert: Ausfall KIS, DECT, E-Mail, Telefonie über IP. Analoge Backup-Kommunikation bekannt und geübt. | Ja | Nein |
6 · Dokumentation & Stabsorganisationmax. 3 Punkte
| 16 | Es gibt einen definierten Stabsraum mit notwendiger Grundausstattung, der allen Stabsmitgliedern bekannt ist und regelmäßig genutzt wird. Ausstattung: Whiteboard / Lagedarstellung, Kommunikationsmittel, Lagekarte, Drucker. | Ja | Nein |
| 17 | Die Aufgaben in der Klinischen Einsatzleitung (KEL) und Medizinischen Einsatzleitung (MEL) sind klar verteilt, verschriftlicht und allen Beteiligten bekannt. Schnittstelle KEL–MEL ist für Priorisierungskonflikte geregelt. | Ja | Nein |
| 18 | Es gibt ein Mindestformat für die laufende Dokumentation in der ersten Stunde: Lagetagebuch, Entscheidungsprotokoll oder vergleichbares Instrument. Auch ohne digitale Systeme führbar. Basis für Aufsichtsbehörden und Nachbesprechung. | Ja | Nein |
Auswertung — Punkte je Kategorie
1 · Alarmierung & Aktivierung
2 · Lagebild
3 · Priorisierung & Entscheidungen
4 · Ressourcen
5 · Kommunikation
6 · Dokumentation & Stabsorganisation
Gesamtpunktzahl (max. 18)
Nächste Schritte / Prioritäten