Zielgruppen · Kommunen & Behörden

Krisenmanagement für Kommunen, Landkreise & Behörden

Die meisten Kommunen haben einen Katastrophenschutzplan. Ob der Verwaltungsstab unter realem Druck handlungsfähig ist — das ist eine andere Frage.

Der Ahrtal-Einsatz 2021 hat dokumentiert: Wo Führungsstrukturen nicht regelmäßig geübt werden, versagen sie im Ernstfall — unabhängig von der Qualität der Dokumentation. Wir helfen Kommunen, Landkreisen und Behörden, das zu ändern: strukturiert, mit operativer Einsatzerfahrung und ohne Schönreden.

Wo kommunale Führungsstrukturen besonders verwundbar sind

Kommunen tragen hoheitliche Verantwortung für den Schutz ihrer Bevölkerung — und sind gleichzeitig mit dünner Personaldecke, fragmentierten Zuständigkeiten und selten geübten Strukturen konfrontiert.

Verwaltungsstab nicht geübt

Im Ahrtal-Einsatz 2021 kannte der Verwaltungsstab die Sachgebietsgliederung S1–S6 nicht. Das ist kein Einzelfall — in vielen Kommunen existiert der Verwaltungsstab nur auf dem Papier.

Koordination mit Einsatzkräften ungeklärt

Wie arbeiten Verwaltungsstab und Technische Einsatzleitung zusammen? Wer entscheidet was, wer informiert wen? Diese Schnittstellen müssen vor dem Ernstfall geklärt sein.

Krisenkommunikation mit der Bevölkerung

Wer kommuniziert wie mit Bürgerinnen und Bürgern? Bürgertelefon, Social Media, Presse — ohne vorbereitete Strukturen entsteht ein Informationsvakuum, das Gerüchte füllen.

KRITIS-Dachgesetz & Registrierungspflicht

Kommunale Betreiber kritischer Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasser, Energie) müssen sich bis Juli 2026 beim BBK registrieren und Resilienzmaßnahmen nachweisen.

Überlastetes Ehrenamt im Katastrophenschutz

Freiwillige Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen sind die operative Basis — aber ohne geübten Führungsstab auf Verwaltungsebene laufen ihre Leistungen ins Leere.

Fehlende Übungskultur

Jährliche Pflichtübungen werden oft als Schaulaufen absolviert. Was fehlt: realistische Szenarien mit echtem Zeitdruck, unvorhergesehenen Ereignissen und Behördeneinbindung.

„Die Kreisverwaltung Ahrweiler habe auf eine beginnende Katastrophe dieses Ausmaßes nicht adäquat reagieren können. Der Staat habe damit sein hoheitliches Schutzversprechen gegenüber der Bevölkerung gebrochen."

Unabhängiges Gutachten zur Flutkatastrophe im Ahrtal, 2021 · 135 Todesopfer

Warum spezialisierte Beratung?

Kommunale Führungsstrukturen im Katastrophenschutz funktionieren nach eigenen Logiken — dem Zweistabmodell, der Sachgebietsgliederung nach FwDV 100, dem Zusammenspiel von Verwaltungsstab und Technischer Einsatzleitung. Das ist nicht mit allgemeiner BCM-Beratung abdeckbar.

Meine eigene Erfahrung umfasst die Mitwirkung im Katastrophenschutzstab der Stadt Frankfurt am Main sowie die Führungsarbeit bei Großschadensereignissen. Ich weiß, wie Stabsarbeit unter echtem Druck funktioniert — und was systematisch scheitert.

  • Operative Erfahrung im kommunalen Katastrophenschutzstab
  • Kenntnis der FwDV 100 und des Zweistabmodells
  • Vertraut mit landesrechtlichen Katastrophenschutzgesetzen
  • Schnittstellen THW, Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei aus eigener Praxis
01

Strukturanalyse

Wie ist Ihr Verwaltungsstab aufgestellt? Kennen alle Sachgebiete ihre Funktion? Wir bewerten das Zweistabmodell, Führungsrhythmus und Schnittstellen zur operativen Ebene.

02

Führungsstrukturen aufbauen

Sachgebietsgliederung S1–S6 verankern, Rollen definieren, Ablaufpläne entwickeln — auf Basis der FwDV 100 und abgestimmt auf die Besonderheiten Ihrer Gebietskörperschaft.

03

Stabsrahmenübungen

Realistische Szenarien unter echtem Zeitdruck: Hochwasser, Blackout, MANV, Cyberangriff auf kommunale IT. Mit laufenden Injects, parallelen Problemlagen und Behördeneinbindung.

04

Krisenkommunikation

Pressestelle, Bürgertelefon, Social Media — wer spricht was, wann, an wen? Kommunikationsmatrix, vorbereitete Botschaften und Übung unter Mediendruck.

Rechtlicher Rahmen

Landeskatastrophenschutzgesetze

Jedes Bundesland regelt den Katastrophenschutz eigenständig. Zuständig für den Katastrophenschutz im Frieden sind die Landkreise und kreisfreien Städte als untere Katastrophenschutzbehörden.

KRITIS-Dachgesetz (ab März 2026)

Kommunale Betreiber kritischer Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasser, ÖPNV) unterliegen Registrierungspflichten beim BBK und müssen Resilienzmaßnahmen nachweisen.

FwDV 100 / DV 100

Die Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 definiert das Führungssystem im deutschen Bevölkerungsschutz: Sachgebietsgliederung S1–S6, Zweistabmodell, Führungsrhythmus.

BBK-Empfehlungen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt Rahmenvorgaben für kommunale Krisenplanung, Übungskonzepte und Warnsysteme.

Aus dem Blog

Kommunale Stabsmodelle: Einstab, Zweistab — und was das Ahrtal darüber lehrt

Artikel lesen

Digitales Tool der Notfallakademie

Stabsübungen digital abbilden mit KRISENSTAB

KRISENSTAB ist unser browserbasiertes Stabsarbeitssystem — mit Lageführung, Auftragsmanagement, Inject-System und automatischem Übungsbericht. Entwickelt für kommunale Stäbe nach FwDV 100.

Wie steht es um Ihre kommunalen Krisenstrukturen?

Egal ob Erstkontakt, Übungsplanung oder akuter Handlungsbedarf — wir melden uns innerhalb von 48 Stunden.

Mit dem Absenden stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.